
Schloss Donaueschingen mit Führung
Das Fürstlich Fürstenbergische Residenzschloss liegt an der Donauquelle, inmitten eines weitläufigen Parks mit alten Bäumen, stimmungsvollen Teichen und Wasserläufen. Seine heutige Gestalt erhielt es durch einen grundlegenden Umbau in den Jahren 1893–1896.
2026 können für Einzelbesucher wieder Führungen durch das Schloss Donaueschingen angeboten werden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Die Führungen finden sonntags um 14 Uhr (Treffpunkt: Donauquelle) an folgenden Terminen statt:
12. April
3. Mai
17. Mai
31. Mai
14. Juni
28. Juni
12. Juli (Führung insbesondere für Kinder!)
26. Juli (Führung insbesondere für Kinder!)
13. September
27. September
4. Oktober
Bitte beachten Sie:
- Treffpunkt für die Führungen ist die Donauquelle.
- Teilnahme nur mit Anmeldung im Fürstlich Fürstenbergischen Archiv: E-Mail an r.szalay@fuerstenberg-gv.de oder Tel. (0771) 229 677 560.
- Eintrittspreise: 10 € pro Person, ermäßigt 8 €; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren frei (in Begleitung eines Erwachsenen).
Für Gruppen können an Wochenenden Führungen vereinbart werden. Unter der Woche sind aus betrieblichen Gründen keine Führungen möglich. Bitte schreiben Sie eine Mail an r.szalay@fuerstenberg-gv.de oder rufen Sie an: Tel. (0771) 229 677 560.
Ein Denkmal der „Belle Époque“
Seit dem gut 130 Jahre zurückliegenden Umbau ist Schloss Donaueschingen eine der bedeutendsten Residenzen der Belle Epoque in Deutschland. Entsprechend dem historistischen Zeitgeschmack am Ende des 19. Jahrhunderts sind die Räume sehr abwechslungsreich gehalten.
Aber die Geschichte des Residenzschlosses Donaueschingen reicht viel weiter zurück. Ein erster Bau an dieser Stelle entstand bereits im 16. Jahrhundert. Er diente allerdings nur kurzzeitig einer Linie des Hauses Fürstenberg als Residenz. Erst unter Fürst Joseph Wilhelm Ernst, der zu Anfang des 17. Jahrhunderts die bisher auf verschiedene Linien verteilten Besitzungen des Hauses Fürstenberg in einer Hand vereinen konnte, trat Donaueschingen erneut und diesmal dauerhaft in den Blick. Denn es war verkehrsgünstig an der symbolträchtigen Donauquelle und zudem in der Nähe der alten Stammburg auf dem namengebenden Fürstenberg gelegen.
Fürst Joseph Wilhelm Ernst errichtete seit 1723 allerdings nur einen relativ schlichten, langgestreckten Bau, der Teil einer nie ausgeführten mehrflügeligen barocken Schloßanlage werden sollte. Den gehobenen Ansprüchen des 19. Jahrhunderts an Wohnlichkeit und Repräsentation konnte diese Anlage nicht mehr genügen. 1892 begannen Fürst Karl Egon IV. und seine Gemahlin Dorothée, geb. Prinzessin von Talleyrand-Perigord mit dem Umbau. Damals wurde nicht nur die schlichte, langgestreckte Fassade des alten Barockschlosses durch den vorspringenden Mitteltrakt mit Balkon sowie zwei Seitenrisalite und eine mächtige Kuppel aufgelockert.
Auch das Innere wurde völlig neu gestaltet. Die Donaueschinger Residenz vereint seither in einzigartiger Weise den repräsentativen Anspruch und das Platzangebot eines Schlosses mit dem Wohnkomfort einer Villa und dies alles unter dem Vorzeichen eines französisch geprägten Stilempfindens. Seit dem Jahr 2002 wird das Schloss von der Familie zu Fürstenberg wieder intensiv privat genutzt. Trotz der überwiegend privaten Nutzung ist ein Blick in die Residenz im Rahmen einer Führung möglich.
